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Lelung Kloster

Kloster Lelung

Das Lelung Kloster im tibetischen Flüchtlingslager Ravangla, Sikkim

Ravangla ist abgelegen und friedvoll, es gibt weit und breit keine Ablenkung. Das entspricht den traditionellen Voraussetzungen für ein tibetisches Kloster. Das Land wurde vom der Verwaltungsbehörde ( dem Staat) Sikkim dem Settlement für den Bau des Klosters zur Verfügung gestellt.

Es gibt viele Anwärter in Indien und in Tibet selbst, die in das Kloster aufgenommen werden möchten.- In diesem Grenzgebiet zu Tibet treffen immer wieder Flüchtlinge aus Tibet ein, die Mönche werden und die tibetisch buddhistische Philosophie studieren wollen. In ihrem Heimatland ist das wegen der Restriktionen durch das chinesische Regime nicht möglich.

Das Kloster sollte alle typischen Räumlichkeiten umfassen wie einen Tempel, Schlafräume, Klassenzimmer für den Unterricht, Küche, Speisesaal, Bibliothek und Büro. Auch ein paar Gästezimmer.
Es sollte ein Ort für Studium und Meditation für Tibeter und Buddhisten aus aller Welt werden, die sich in die Einsamkeit zurückziehen möchten, um das spirituelle Leben zum Wohle aller Wesen zu pflegen.

Innerer Friede und Mitgefühl haben ja durchaus eine Wirkung auf den Lauf der Welt, auch wenn sie an abgeschiedenen Orten entwickelt und praktiziert werden.

Das Lelug Kloster wurde in Tibet zerstört und soll nun in Indien wieder errichtet werden, weil in Tibet selbst die religiöse Freiheit nicht gewährleistet ist. Dort wird die Zahl der Mönche von Amts wegen beschränkt und das Studium der Philosophie und Ritualkunst beschnitten. Statt dessen werden die Mönchen einer politische Indoktrination und strenger Kontrolle unterworfen. Es steht zu hoffen, dass mit einem Liberalisierungs- und Humanisierungsprozess in China der Dialog mit der Bevölkerung jenseits der Grenze in Tibet aufgenommen werden kann. Die spirituellen Bedürfnisse dieser Menschen könnten vom Lelug Kloster in Sikkim aus befriedigt werden.

Die tibetische Tradition ist stark religiös geprägt, ja zutiefst durchdrungen. Die Klöster spielen in diesem Zusammenhang eine ganz große Rolle. Durch den Wiederaufbau des Lelug Klosters wird ein Zeichen der Hoffnung für die Exiltibeter im Ravangla Settelement gesetzt. Sie können sich mit diesem spirituellen Zentrum identifizieren und die Verbundenheit mit ihren Wurzeln auch in der Fremde pflegen.

Nach tibetischem Brauch wird der Klerus in jede Lebenssituation einbezogen und es ist von größter Bedeutung gerade auch für Kranke und Alte, ein Kloster in der Nähe zu haben. Die Zeremonien für
Sterbende und Tote erfordern einen hohen Einsatz an spiritueller Begleitung und dies kann durch so ein spirituelles Zentrum gewährleistet werden. Für die Kinder andererseits steht der Weg ins Kloster und der entsprechenden Ausbildung offen, was in der tibetischen Kultur ebenfalls eine sehr starke Rolle spielt.

Die Bevölkerung des Settlements steht hinter dem Klosterbau und sie sind bereit, so viel wie möglich an Eigenleistung zur Errichtung des Klosters einzubringen. Für die Bauarbeiten stehen erfahrene Fachleute zur Verfügung. Der Bau einer kleinen Klinik im Rahmen des Klosterprojektes wird angedacht.

Nyagton Rinpoche Stammhalter der Lelung Linie

Nyagton Ngawang Trinley Palbar Rinpoche wurde 1998 an einem glücksverheißenden Tag in Tibet geboren. Er stammt aus der Nyag Linie. Dieses Geschlecht war für seine weltlichen und spirituellen Verdienste bekannt und es gingen viele Minister und Gelehrte sowie hohe buddhistische Lehrer aus dieser Familie hervor.

Am 10. Mai 2002 wurde der kleine Rinpoche von S.H. Sakya Trizin als Linienhalter des Lelung Klosters eingesetzt. Er kam noch im selben Jahr von Tibet nach Indien und erhielt durch eine glückliche Fügung sofort hohe tantrische Einweihungen durch S.H. den Dalai Lama im Minrol Ling Kloster bei Dehradun.

Nyagton Rinpoche steht unter dem speziellen Schutz von S.H. Sakya Trizin, in dessen Klosterschule in Rajpur (bei Dehradun) er die kühleren 6 Monate des Jahres verbringt, während er in der heißen Zeit nach Ravengla gebracht wird. Dort bewohnt er eine baufällige Hütte (s. Bildgalerie Indien 2006), die zu Beginn des Monsuns durch Regen und Sturm abgedeckt wurde. Seither schützt
nur noch eine Plastikplane notdürftig vor den Unbillen der Regenzeit. Das Haus ist durchsetzt von Schimmel und Nässe. Die Kleidungsstücke trocknen gar nicht mehr und selbst die Dharmaschriften werden von der Feuchtigkeit durchtränkt. Es gibt keinen trockene Stelle in dieser Baracke! Durch Geldspenden über das Dakini Netzwerk konnten zum mindesten die Kosten für die Plane abgedeckt und die beschädigte Wand repariert werden.- Nochmals ein herzliches Dankeschön an die Spender!

Der Bau eines Hauses im Herbst ist geplant, doch die Gelder für dieses Unterfangen fehlen noch. Herr Architekt Falch aus Tirol hat großzügigerWeise unentgeltlich einen Bauplan entworfen und die Kosten für den Neubau auf etwa € 70.000 geschätzt. Das Gebäude soll später als Gästehaus dienen, wenn das Kloster errichtet ist. Wer sich mit einem Betrag ab € 5.000,-beteiligt, kann mit freier Unterkunft und Verpflegung rechnen, wann immer er nach Ravengla kommt und so lange bleiben, wie immer es ihm beliebt. Aber auch kleinere Summen sind herzlich willkommen!





Lelung Monastery

L E L U N G Monastery in the Tibetan Refugee Camp Ravangla, Sikkim

Ravangla is a remote and peaceful place without any distraction around. This is a traditional prerequisite for a Tibetan monastery. The plot was set aside by the administration (state) of Sikkim for the purpose of building a monastery in the settlement.

There are many aspirants in India and in Tibet itself who want to join the monastery.- Again and again refugees from Tibet are reaching this border area to Tibet, wishing to become monks and study the Tibetan Buddhist Philosophy. This is impossible in their home country, due to the restrictions by the Chinese government.

The monastery shall include all typical rooms such as a temple, bed rooms, class rooms, kitchen, library and office. And a few guest rooms. It shall be a place of study and meditation for Tibetans and Buddhists from all over the world who wish to retreat and dedicate their practice to the benefit of all beings. Inner peace and compassion indeed have an effect on the development in the world, even if they are developed and practiced in remote places.

The Lelung monastery in Tibet was destroyed and shall be re-erected in India, because religious freedom is not granted in Tibet itself. There, the authorities limit the number of monks, and the studies of Philosophy and ritual arts are restricted. Instead, the monks are subject to political indoctrination and strict supervision. We hope that a process of liberalisation and humanisation in China will facilitate the dialogue with the population beyond the border to Tibet. The spiritual needs of these people could be satisfied by the Lelug monastery in Sikkim.

The Tibetan tradition is strongly shaped and most deeply permeated by religion. In this context, the monasteries are of outmost importance. The re-erection of the Lelug monastery will be a symbol of hope for the Tibetans in exile in the Ravangla Settelement. They can identify with this spiritual centre and preserve their connection to their roots even abroad. According to the Tibetan tradition, the monks are integrated into each life situation, and it is very important for the sick and old people to have a monastery nearby. The ceremonies for the dying and dead require a lot of spiritual guidance which can be provided by such a spiritual centre. For the children, on the other hand, the monastery offers the opportunity to become a monk with the corresponding education, which is of great importance for the Tibetian culture.

The population of the settlement approve the monastery construction and is willing to contribute as much as possible in own efforts. Experienced experts are available for the construction works. The idea of establishing a small clinic in the frame work of the mondastery project is in consideration.

Nyagton Rinpoche – Lineage Holder of the Lelung Lineage

Nyagton Ngawang Trinley Palbar Rinpoche was born in Tibet on an auspicious day in 1998. He is from the Nyag Lineage known for its famous mundane and spiritual merits, and many ministers and scholars as well as high Buddhist teachers were born in this family.

On 10th May 2002, the little Rinpoche was enthroned by H.H. Sakya Trizin as the lineage holder of the Lelung monastery. In the same year, he came to India, and due to auspicious circumstances he immediately received a high tantric empowerment by H.H. the Dalai Lama at Minrol Ling monastery near Dehradun.

Nyagton Rinpoche is under the special protection of H.H. Sakya Trizin, in whose monastery school in Rajpur (near Dehradun) he is spending the cooler 6 months of the year, whereas he is taken to Ravengla during the hot season.

There he is living in a run-down hut (s. photo galery India 2006), the roof of which was destroyed by rain and storm in the beginning of the monsoon. Since then, only a plastic cover has been protecting him against the inconveniences of the rain season. Mould and wetness permeate the hut. The clothes don’t dry any more, even the Dharma texts are soaked. There is no dry spot in this hut! The donations from Dakini Netzwerk could at least cover the costs for the plastic and for repair of the damaged wall.- Once again thank you to all sponsors!

A house is to be constructed in autumn, but the money for this project is still missing. Architect Falch from Tirol has generously designed the drawings for the building free of charge and estimated the costs at appr. € 70.000. Later, the building shall be used as a guest house, when the monastery has been erected. Sponsors of more than € 5.000,- are granted free accomodation and catering whenever the come to Ravengla and stay as long as they like. But smaller amounts are welcome as well!