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Kopan Nunnery

Das Nonnenkloster von Kopan

Das Nonnenkloster von Kopan - Khachoe Ghakyil Ling (KGL) - 25 Nonnen suchen Paten/Sponsoren, die monatliche Unterstützung leisten können.

Entstehungsgeschichte des Klosters

Der Buddhismus hat in Tibet mehr als 1000 Jahre floriert, bis zur chinesischen Invasion 1959, als der Dalai Lama nach Indien ins Exil floh. Mit ihm kamen Tausende Tibeter, entschlossen, ihre religiöse und kulturelle Tradition weiter zu pflegen. Dank ihrer Anstrengung kann der tibetische Buddhismus heute noch weitgehend in einer ununterbrochenen und unverfälschten Linie von hochqualifizierten Meistern in Exilklöstern an Mönche und Nonnen weitergegeben werden.

KGL ist eines dieser Frauenklöster. Lama Yeshe, einer der Gründer des Klosters Kopan im Kathmandu Tal, nahm die ersten Nonnen dort 1979 zum Studium auf. Seine Absicht war, einen Ort zum intensiven Lernen und Praktizieren für Nonnen zu schaffen, eine geeignete stabile Umgebung für Frauen, die sich auf den spirituellen Weg machen wollen.

Das Sammeln von Spenden für das Kloster begann 1985 und das Land wurde 1990 gekauft. In den darauf folgenden 3 Jahren bewältigten die Nonnen die grundlegenden Bauarbeiten selbst. Sie hoben das Fundament mit den einfachsten Werkzeugen aus und schleppten die Ziegelsteine Korb für Korb zur Baustelle. Sie verzichteten 1 Jahr lang auf ihren Unterricht, um das Gebäude möglichst schnell fertig zu stellen.

Ausbildung

Klöster bieten die beste Umgebung für Studium und Praxis der Lehre des Buddha. Das Hauptgewicht liegt auf der Geistesschulung durch das Studium der buddhistischen Philosophie, vertieft durch ritualisierte philosophische Streitgespräche („Debatte“) und Lamrim, den Stufenweg zur Erleuchtung. Drei Sprachen, nämlich Tibetisch, Nepalesisch und Englisch werden ebenso wie buddhistische Rituale und Gesänge unterrichtet. Die Nonnen nehmen an den selben philosophischen Kursen teil wie die Mönche. Die Nonnen führen ihre täglichen Gebete und Pujas (Andachten) gemeinsam durch und teilen die täglichen Aufgaben wie Putzen und Kochen. Ani Jangsem als die oberste Nonne im Kloster und geschickte Managerin kümmert sich um die administrativen Angelegenheiten des Nunnery. Die oberste Leitung liegt in den Händen von Khenrinpoche Geshe Lama Lhundrup, dem Abt des Klosters Kopan.

Das Kloster heute

Heute leben an die 400 Nonnen im Kloster. Sie kommen aus unterschiedlichen Teilen Tibets, Nepals und Indiens. Da sehr viele Frauen Nonnen werden wollen, ist die Warteliste immer lang. Wegen Platzmangel und der Geldknappheit können jährlich immer nur begrenzte Zahlen von Anwärterinnen aufgenommen werden. Ein neuer großer Tempel war dringend nötig, da der Platz im alten nicht mehr für alle Nonnen reichte. Nun müssen aber Schlaf – und Unterrichtsräume für neue Nonnen geschaffen werden. Auch eine neue Küche wird dringend gebrauch, weil in den verrußten Kellerräumen, wo derzeit gekocht wird, die hygienischen Bedingungen mehr als mangelhaft sind.

Spenden

Viele der Nonnen kommen aus sehr armen Familien oder sind nur mit ihrer Robe bekleidet aus Tibet geflohen. Sie können keinen regelmäßigen Beitrag für Essen und Unterkunft leisten. Wenn sie in die Gemeinschaft aufgenommen werden, übernimmt das Kloster die volle Verantwortung für ihr Auskommen. Wenn man alles in Rechnung stellt, von Kleidung und Essen bis zu persönlichen Belangen, kostet es ca. 1 Euro pro Tag, eine Nonne zu versorgen.

Das Kloster hat keine geregelten Einkünfte. Das schafft Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft des Klosters und keine gute Basis für eine junge, wachsende Gemeinschaft. Es ist absolut erforderlich, die Zukunft des Klosters finanziell abzusichern und die Verpflichtungen der Gemeinschaft ihren Mitgliedern gegenüber zu erfüllen. Das Kloster hat deshalb einen speziellen Fond gegründet, von dessen Zinsen das Kloster für seine Mitglieder und deren tägliche Bedürfnisse gedeckt werden können. Alle Spenden gehen direkt in diesen Fond ein und können drei Jahre nicht abgehoben werden, damit das Vermögen und damit die Zinsen sich vermehren können. Der Fond bietet eine finanzielle Sicherheit und wird auf ehrenamtlicher Basis von Fachleuten von diesem Gebiet betreut.

Es gibt zwei Möglichkeiten zu helfen

1. Eine Nonne zu sponsern

Für einen Betrag von 30 € pro Monat (oder 360 € pro Jahr) kann eine Nonne rundum versorgt werden, Essen, Kleidung und Unterkunft können damit abgedeckt werden. Wenn Ihr Budget das nicht erlaubt, können Sie auch eine Teilpatenschaft von 10 € pro Monat (oder 120 € pro Jahr) übernehmen. Während die begünstigte Nonne einen kleinen Betrag als Taschengeld erhält, geht der Rest in den Essensfond ein.

Wenn Sie eine Nonne sponsern, übernehmen Sie eine persönliche Verpflichtung, die Unterstützung für 1 Jahr oder mehr fortzusetzen. Es wird gerne gesehen, wenn Sie mit ihrer Patennonne Kontakt aufnehmen und regelmäßig mit ihr korrespondieren. Wenn Sie eine Nonne in dieser Weise fördern, können Sie dadurch der Anerkennung für ihren Mut Ausdruck bringen, dass die junge Frau ihre Heimat verlassen hat, um ihren spirituellen Weg zu gehen, was in Tibet unter der chinesischen Herrschaft nicht erlaubt ist. Es herrscht keine Religionsfreiheit, wie das von offizieller chinesischer Seite propagiert wird.

2. Den Essensfond direkt unterstützen

Wenn Sie lieber nicht die Verantwortung übernehmen, eine Nonne zu sponsern, aber trotzdem helfen möchten, ziehen Sie es vielleicht vor, einen Beitrag zum Essensfond zu leisten. Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass das Kloster weiterhin die Gemeinschaft versorgen kann – nicht nur im Augenblick, sondern auch in der Zukunft.

Sie erhalten ein Foto von Ihrer Nonne, eine Quittung und einen Dankesbrief des Klosters. Sie erhalten auch zweimal jährlich einen Brief vom Kloster, der Sie über die Ereignisse und die Entwicklung dort fortlaufend informiert.

Ein solches Projekt mit einem guten Herzen und selbstloser Motivation zu unterstützen, hilft nicht nur den Nonnen, sondern kann auch für Sie Befriedigung und Freude bringen. Sie tragen auf diese Weise zum Überleben der religiösen und kulturellen Tradition Tibets bei.