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Aktuelles

Nyagton Rinpoche

Nepalbericht Weihnachten 2015

Dieser Nepaleinsatz war der schwierigste und anstrengendste in den über 20 Jahren meiner ehrenamtlichen Aktivitäten in Kathmandu.

Die Menschen sind traumatisiert, auch wenn hektische Aktivität allerorts Trauer, Angst und permanente Anspannung notdürftig überdecken. Der Alltag muss trotz schwerster Belastungen bewältigt werden, fordert den vollen Einsatz. Zum einen sind die Folgen des verheerenden Erdbebens im Frühjahr 2015 noch längst nicht überwunden. Auch wenn in „unserem“ Stadtteil Boudanath und in der Innenstadt noch viele Häuserreihen stehen geblieben und mit Rissen in den Wänden davon gekommen sind, gibt es auch hier immer wieder Ruinen und Trümmerhaufen, die an frühere Gebäude erinnern. Als ich den Boudha Stupa gleichsam verstümmelt vorfand, war ich zutiefst erschüttert. Der gesamte Überbau mit den allgegenwärtigen liebevollen Buddhaaugen liegt im Schutt, der verbliebene Rumpf hat Risse bekommen und ruht beschädigt und grau wie ein Corpus in den zum Glück noch erhaltenen Umgrenzungsmauern. Ein mächtiges Stahlgerüst spannt sich an einer Seite darüber und lässt auf den Wiederaufbau hoffen, auch wenn auf der Baustelle kaum ein Arbeiter zu entdecken ist. Die Fahne am Scheitelpunkt der Kuppel bietet etwas Trost, wird mir von den Anwohnern berichtet. Dennoch empfinde ich beim Anblick des verstümmelten Stupas einen körperlichen Schmerz, der mir den Atem nimmt. Und dennoch werden die Folgen des Erdbebens von den Menschen, mit denen wir gesprochen haben, als weniger schmerzhaft und bedrohlich empfunden als die schlechte Versorgungslage durch den Konflikt mit Indien. Seit Monaten ist der Gütertransport nach Nepal generell eingeschränkt, sodass es einen akuten Mangel an Treibstoff, Gas und Lebensmitteln gibt. Auf den Straßen sind endlose Schlangen Wartender zu beobachten, die sich Tag und Nacht anstellen müssen, um ein begrenztes Kontingent an Benzin bzw. Gas zum Kochen zu bekommen. Der Schwarzmarkt blüht, die Preise explodieren. Holzöfen und Feuerstellen zum Kochen tragen zu einer Verschlimmerung der ohnedies beträchtlichen Luftverschmutzung bei.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht.

Bilder von Kopan Mönchen und der Stadt

Neuigkeiten aus Nepal

Sonam hat die "Sonderzuwendungen" (namentlich genannte Patenkinder) verteilt und nun stehen die "freien Spenden" für die Erdbebenhilfe zur Disposition. Es wird recherchiert und diskutiert. Bitte geben Sie uns Zeit, um die jeweilige Situation sorgfältig zu prüfen. Eines steht aber fest: Sonams Kinderhaus kann nicht in dem stark beschädigte Gebäude blieben. Die Eltern schicken ihre kinder nicht mehr, weil die Einsturzgefahr zu groß ist. Sonam und ihre Kollegin sind auf der Suche nach einem Grundstück, um ein geeignetes Haus zu bauen. Dann können sie selbst für Wasserzufuhr, Abwasserableitung und Elektrizitätsanschluss sorgen und sind nicht mehr auf einen Vermieter und wuchermäßig steigende Mieten angewiesen. - Ein großes Unternehmen! Aus meiner Erfahrung mit den beiden patenten Frauen bin ich vom Erfolg ihres Unterfangens überzeugt.

Neuheiten von der Khari Gompa

Dear Dakini-Netzwerk,
Before proceeding further I would like to convey my warm Tashi delek to you. Hope my this mail finds you all in the best of health. We are extremely sorry for not being able to write you earlier. Due to the last devastating earthquake communication line has been disturbed in our region and its hard to make a call also. So we were unable to write you all.

Here Rinpoche la and all the nuns of khari gonpa are fine. Unimaginable natural disaster occurred of 25th April,took the lives of thousands, injured thousands of people and livestock and left thousands homeless and destroyed thousands of houses and properties. As thousand people were killed and many lives are injured, rinpoche la asked us to do the prayers for all deceased people sentient being. So on 26th, 27th and 28th april we did puja at the gonpa dedicated to all the people killed during this disaster.

And on 29th april to 2nd may as said by the Rinpoche la, our nuns went to thangtoe and thangme villages to help the people. These area were badly hit by the earthquake. Since their houses were collapsed and all the things of the houses are spread around, they felt very happy to see our nuns who came there to help them. They felt as if Rinpoche la has arrived and gave them blessing.
On 3rd and 4th may, we remained at the gonpa and did prayers for all sentient beings.
On 5th may again nuns of our nunnery went to khumchung and khumtoe villages to help the people who were badly affected by the earthquake. Since their houses were collapsed and all the things of the houses are spread around, they felt very happy to see our nuns who came there to help them. They felt as if Rinpoche la has arrived and gave them blessing.
On 7th may again we went to thangtoe village to help the people.
These days we have been offering prayers at the nunnery to overcome such natural calamities.

Since many people were killed, thousand people were injured, millions of properties were destroyed…. It has not affected much to our gonpa. With the blessing of His holiness and rinpoche la non of our nuns were injured and no much damage of property. Only the outer fence of the gonpa has collapsed and little cracks were seen in the kitchen and some rooms of the nuns. There was no any effect to the life of the nuns.
Rest all are fine and going on well. We have taken some pictures during our support to the villagers at the earthquake affected villages. So we will soon send you the pictures.
With warm regards,
Geshe Tendhar

Indienreise 2014

Bericht von der Indien-Reise 2014

INDIENREISE Oktober 2014

Dieses Jahr habe ich die Reise nach Dharamsala in den Oktober verlegt, weil ich an der zweiten internationalen „Body-Mind and Life Conference“ vom 01.-03.10.2014 des Men-Tsee-Khang, dem Institut für Tibetische Medizin, teilnehmen wollte. In der Annahme, der Monsun wäre vorüber, nahm ich das Flugzeug von Delhi nach Dharamsala. Dadurch konnte ich mir die anstrengende zehnstündige Autofahrt in den Norden ersparen, dafür musste ich aber 10 Stunden auf den Anschlussflug warten. Das Hotelzimmer war unerträglich stickig, die Klimaanlage heftig und laut, sodass ich ständig zwischen zwei Übeln hin und her pendelte. Von Erholung konnte keine Rede sein. Dafür war der Flug komfortabel und die Sicht auf den Himalaya gigantisch.

Thupten und seine Frau Migmar, unsere Repräsentanten des Dakini-Netzwerkes in Dharamsala, holten mich ab. Als erstes wurde ein Picknick mit Buttertee, Momos und Chapati auf dem Rasenstreifen vor dem vor dem Flugplatz ausgebreitet. Dann ging es zum Men-Tsee-Khang. Tsering Dolma, die Sponsorship Secretary, begrüßte mich mit überschwänglicher Freude und machte sich gleich daran, für den nächsten Tag eine Fahrt zum Haus der Men-Tsee-Khang Rentner in Chauntra zu organisieren.

Obschon alle im Institut schwerstens mit der Vorbereitung der Konferenz beschäftigt waren, gelang es ihr, ein hauseigenes Fahrzeug aufzutreiben und wir genossen die mehrstündige Fahrt durch die zauberhafte Landschaft mit dichten Wäldern, fruchtbaren Feldern und kraftvollen Flüssen. Die Hausgemeinschaft in dem „Old People Home“ begrüßte uns mit größter Herzlichkeit und strahlenden Gesichtern. Sie zeigten uns stolz ihre kleine Klinik, wo auch die Bevölkerung der umliegenden Dörfer medizinische Hilfe erhält. Eine tibetische Ärztin ist immer vor Ort, sie wohnt in dem Gebäude. Die Versammlungshalle ist fast fertig und ein Bekannter aus Frankfurt, Kay Ehrbar, gab in dem Saal gerade Akupunktur-Unterricht für Tibetische Ärzte. Das war eine Überraschung!

Auf dem Rückweg konnten wir einen Spezialauftrag im TCV (Tibetan Children Village) Chauntra erledigen, wo eines unserer Patenkinder schwer erkrankt ist. Der Junge war leider im Krankenhaus, wir konnten aber seine Schwester treffen um Post von der besorgten Patin abzugeben. Im Nunnery von Dolma Ling konnten wir Gebete und eine Puja für Irmtraud Wäger in Auftrag geben. Ich hatte nämlich erfahren, dass sie schwer erkrankt sei und mit dem Tod kämpfe.- Irmtraud Wäger ist die Begründerin der „Deutschen Tibethilfe“. Sie hat sich Jahrzehnte lang hingebungsvoll für das Wohl der Tibeter eingesetzt und im großen Rahmen Spenden für die Bedürftigen gesammelt. Es gibt wohl kaum eine Schule, ein Kloster oder sonst eine tibetische Einrichtung im Exil, das nicht von ihr unterstützt wurde. - Irmtraud, von S.H. dem Dalai Lama und seinen Landsleuten liebevoll „Ama la“ ( verehrte Mutter) genannt, verstarb dann zwei Tage später friedlich in ihrer Wohnung in München mit dem Segen des Dalai Lama und vieler buddhistischer Würdenträger und unter der Anteilnahme zahlloser Freunde und Unterstützer ihres Lebenswerkes. Sie bleibt bei uns, in unserem Herzen, als ein großes Vorbild für einen bedingungslosen Einsatz zum Wohle der Mitmenschen und aller Wesen.

Der nächsten Tag wurde durch einen ausgiebigen Besuch des Tempels S.H. des Dalai Lama würdig begonnen. Tenzin Gyaltsen, die rechte Hand von Dagri Rinpoche nahm sich trotz überfülltem Terminkalender für mich Zeit und wir nahmen dann sogar ein reichhaltiges Frühstück zusammen ein, bevor wir Tushita, das Kloster von Lama Yeshe und Lama Zopa Rinpoche (die Gründer des Klosters Kopan in Kathmandu) hoch oben am Berg besuchten. Es war ein strahlender Tag mit einem herrlichen Ausblick auf das weite Tal auf der einen und die mächtigen Gipfel des Himalaya auf der anderen Seite. Wir umrundeten den Stupa von Lama Yeshe und genossen die friedliche Stille des Ortes. Beim Abstieg konnte einen ersten Blick auf die versteckten Einsiedlerhütten am Hang werfen, die ich vor meiner Abreise noch besuchen konnte. Am Nachmittag begann ich mit Thuptens Hilfe das Geld an die Patenkinder auszuzahlen. Damit waren wir bis spät abends gut beschäftigt.

Am Mittwoch sollte die Konferenz mit einer Audienz bei S.H. dem Dalai Lama beginnen. Es herrschte eine riesige Aufregung bei Organisatoren und Teilnehmern, das Chaos war komplett. Trotz aller Schwierigkeiten konnten wir dann mit stundenlanger Verspätung alle in dem vorgesehenen Saal in der Residenz S.H. Platz nehmen und nochmals voll Spannung auf sein Erscheinen warten. Endlich kam er! Locker und heiter wie immer begrüßte der Dalai Lama die etwa 300 Anwesenden und lobte das Men-Tsee-Khang für seine Bemühungen um eine Zusammenarbeit zwischen traditionellen asiatischen Heilmethoden und westlicher medizinischer Wissenschaft. Er plädierte für eine fruchtbare Ergänzung der unterschiedlichen Disziplinen und für die Entwicklung neuer Möglichkeiten und Methoden, um den Ärzten bei der Bekämpfung von körperlichen und seelischen Krankheiten ein verbessertes Handwerkzeug zu geben. Am Ende seines Vortrags, durften wir S.H. persönlich Kathaks (die traditionellen Glücksschals) überreichen. Und dann kam der große Regen, typisch Monsun! - Aus tibetischer Sicht eine Menge Segen. Klitsche nass und durchfroren kamen wir ins MTK zurück und mussten erst mal die Kleider wechseln.- In diesem Jahr wollte der Monsun nicht so recht einsetzen, wurde mir erzählt. Nun mag er aber auch nicht aufhören, es gibt unverhältnismäßig viel Niederschlag für diese Jahreszeit. Das musste ich im Laufe meines Aufenthalts immer wieder erleben. Der Klimawandel bereitet auch in Dharamsala allen Sorgen. Sie können mit eigenen Augen beobachten, wie die Gletscher in einem beängstigenden Tempo schmelzen und sie müssen erleben, wie die Fluten alles mitreißen, was ihnen in den Weg kommt. Früher waren diese Katastrophen auf die Regenzeit beschränkt, jetzt besteht eine permanente Bedrohung.

Am Nachmittag des ersten Kongresstages begannen die zahlreichen Vorträge von indischen und tibetischen Fachleuten aus dem medizinischen und philosophischen Bereich. Es wurde viel und für westliche Mediziner nicht leicht verdauliches Wissen dargeboten. Absolut neue Begriffe und Systeme in einem schwer verständlichen Englisch vorgestellt, bedeuteten eine erhebliche Herausforderung.

Am Donnerstag den 02.10. wurde der Geburtstag von Mahatma Gandhi und der 25. Jahrestag der Verleihung des Friedensnobelpreises an S.H. den Dalai Lama gefeiert. Wir wohnten den Feierlichkeiten im Tsulakhang (Tempel S.H.) mit verschiedenen Ansprachen und Folklore bei. Dicht gedrängt harrten wir in der bunten Schar von Tibetern und Westlern einige Stunden aus und waren erleichtert, als wir uns endlich wieder bewegen konnten.

Voll freudiger Erwartung eilte ich dann mit Thupten zur Residenz von Dagri Rinpoche (seinem Bruder), wo wir zum Lunch eingeladen waren. Die Begrüßung war herzlich und Rinpoche strahlte wie immer eine gütige, liebevolle Präsenz aus. Er erinnerte sich mit großem Vergnügen an seine Besuche in Würzburg und lässt alle ganz herzlich grüßen! Rinpoche hat ein Anliegen, das ich gerne weitergeben möchte: Er wurde von einem Mönch aus dem Umfeld S.H. des Dalai Lama um Unterstützung für einen zwölfjährigen Jungen gebeten, der wegen seines Autismus in der Sondereinrichtung für Behinderte in Dehradun untergebracht ist. Die Eltern leben als Bauern in Ladakh und haben keine finanziellen Mittel, um ihren Sohn zu besuchen oder ihm irgendwelche Zuwendungen zukommen zu lassen. Wir suchen deshalb eine Patin für Tenzin Bakdo und seine Familie.

Am Abend waren alle Kongressteilnehmer zu einer Vorstellung des TIPA (Tibetan Institut for Performing Art) eingeladen. Ich hatte die Gelegenheit eines unserer Patenkinder, Tenzin Nyima aus Kathmandu, dort zu treffen, er studiert im zweiten Jahr traditionellen Tibetischen Tanz und Gesang. Es war eine große Freude für uns beide. Die Vorstellung auf der wunderbar bunt geschmückten Bühne (und einem Bild des Potalapalastes im Hintergrund) war beeindruckend, voll Lebensfreude und Leichtigkeit und wir gingen beschwingt und fröhlich heim. Die verschlammte und glitschige Straße und der Verkehrsstau in der Umgebung von McLeod Ganj spielten für uns keine Rolle, wir waren einfach guter Dinge.

Am letzten Tag des Kongresses konnte ich Tenzin Yangzom und ihre Familie und die Manali Nonnen trotz dichtem Programm noch sehen. Der Vater der beiden Nonnen hat schwer abgebaut (20 kg an Gewicht verloren), aber er ist nicht bettlägerig. Der Magenkrebs schreitet schnell fort und an eine Genesung ist nicht zu denken. Die beiden Schwestern weinen still vor sich hin, finden aber im Gebet Halt. Tenzin Yangzom ist guter Dinge, die Kinder wachsen heran und die Gelenkschmerzen halten sich in dieser Jahreszeit in Grenzen. Problematisch wird es erst in der Winterskälte. Ihr Mann Dorje arbeitet weiterhin in der Küche des TCV. Der nicht mehr so kleine Tenzin (er ist jetzt 12 Jahre) bekommt Unterstützung, damit er den Lernstoff besser bewältigen kann. Die frühe Traumatisierung durch den Gefängnisaufenthalt in Kathmandu als Säugling hat ihre Spuren hinterlassen!

Am Tag meiner Abreise lud mich Tenzin Gyaltsen nochmals zum Frühstück ein und dann besuchten wir die beiden Einsiedlerinnen unterhalb des Tushitaklosters. Die beiden Nonnen kommen ursprünglich von der Ghari-Gompa in Tibet, dem Stammkloster von Dagri Rinpoche. Es liegt außerhalb von Lhasa und die berühmte „singende Nonne“ Ngawang Sandrol hat ebenfalls dort gelebt. Die beiden Nonnen beteiligten sich ebenfalls an politischen Protesten, wurden gefangen gesetzt, gefoltert und nach Monaten schwerer Misshandlungen wieder frei gelassen. Sie flohen vor 16 Jahren über den Himalaya zu Fuß nach Indien und leben seither im Retreat. Ihre armseligen Hütten sind notdürftig in Stand gesetzt, aber ihre bisherige Sponsorin ist aus persönlichen Gründen nicht mehr in der Lage, für ihren Lebensunterhalt, sprich Nahrungsmittel und Medizin, aufzukommen. Wir suchen deshalb Paten für die beiden Nonnen. Die ältere der beiden leidet unter schwerem Rheuma, und sie muss sowohl kostspielige westliche wie tibetische Medizin einnehmen, um die Schmerzen zu ertragen. Da die Zeit knapp wurde, mussten wir eilig ins MTK zurück kehren, damit ich rechtszeitig zum Flieger kommen konnte.
Zu Mittag ging es dann durch dichten Nebel und Regen zum Flugplatz. Je weiter wir ins Tal hinunter kamen, desto freundlicher wurde es, sodass wir schließlich sogar ein kleines Abschieds-Picknick zelebrieren konnten. Die Maschine hob mit zwei Stunden Verspätung ab, was für indische Verhältnisse durchaus im Rahmen ist. So nahm die Reise ein gutes Ende und ich bin am nächsten Morgen wohlbehalten in Hamburg angekommen.

Nepal Weihnachten 2013

Reiseinformationen für 2014

Den Reisebericht Nepal Weihnachten 2013 finden Sie unter Reiseberichte hier.

Die weiteren Termine für 2014: Im September geht es nach Indien und im Dezember über Weihnachten / Neujahr nach Nepal.

Als Einzahlungstermine für Taschengeld bzw. Halbjahreszahlungen für Patenschaften bitte am besten Ende Juni bzw. Ende November.
Spendenbescheinigungen werden im Februar / März für 2014 verschickt.

Bilder von der Indienreise

Bilder Khari Gompa in Solokhumbu

Herzlichen Dank allen Sponsoren! Mit Ihrer Hilfe konnten die sanitären Anlagen der Khari Gompa erneuert werden.

Briefe

Liebe Dakini-Paten und Sponsoren, gerne können Sie auch Ihre Briefe per Email an Sonam senden. Sie wird die Briefe ausdrucken und den Patenkindern zukommen lassen.

Hier die Kontaktadresse in Nepal von Sonam Tsomo: sonam.dikininet@gmail.com

Wenn Sie Sonam schreiben, senden Sie doch bitte auch eine Kopie der Mail an dakini-netzwerk@t-online.de, damit die Informationen rund laufen und das Dakini-Netzwerk seinen Teil dazu beitragen kann. Herzlichen Dank.

Sie können Ihre Briefe natürlich auch per Post verschicken. Hier die Postadresse von Sonam:

Tenzin Jangsem
c/o Sonam Tsomu
GPO Box # 817
Kopan Gonpa
Kathmandu
Nepal



Bilder der Indienreise 2011

Reisebericht von Dr. Eva Kuczewski-Anderson

Auf meiner Indienreise begleiteten mich Beate und Homaira aus Würzburg, zwei engagierte junge Frauen mit großem Interesse an der tibetischen Kultur und am interreligiösen Dialaog und Martin, unser Schatzmeister, der anschließend in beruflichen Belangen nach Buthan weiter reiste.

Wir starteten um 9:00 Uhr morgens in Delhi mit einem komfortablen Auto mit einem versierten und fürsorglichen Fahrer. Gegen Einbruch der Dunkelheit hatten wir die Autobahnstrecke hinter uns und begannen mit dem kurvigen Aufstieg, der sich bis Mitternacht hinzog. Thupten, der Bruder von Dagri Rinpoche, und seine Frau verköstigten uns mit leckeren Momos und Buttertee bevor wir todmüde in der Chinnar Lodge (beim Bagsu Hotel) in unsere Betten fielen. Wir waren insgesamt mehr als 30 Stunden unterwegs bis wir unser Ziel erreichten.

Am darauf folgenden Sonntag lud uns Dagri Rinpoche, ein hoher Würdenträger des tibetischen Buddhismus, zugleich aber auch ein herzensguter und inspirierender Lehrer und Vertrauter des Dalai Lama zum Lunch in einem gepflegten Hotel außerhalb Dharamsalas ein. Der heftige Monsunregen legte sich und wir konnten unser Essen auf der Terrasse mit wundervollem Blick auf das unendlich weite grüne Tal tief unter uns genießen. Ein gemeinsamer Verdauungsspaziergang durch den umliegenden tropischen Wald bildete einen vergnüglichen Ausklang des Nachmittags.

Am nächsten Morgen konnten wir unsere Ausweise für die Belehrungen des Dalai Lamas mit Pass und Fotos besorgen, den Tempel des Namgyal Klosters besuchen und schon Plätze für die nächsten Tage reservieren. Dies erwies sich als hilfreich, den der Andrang an Teilnehmern war enorm.

Ani Jangsem, die Oberin unseres Kopan Nunnery in Kathmandu, kam in Begleitung zweier Nonnen an und wir konnten ein fröhliches Wiedersehen feiern. In ihrem Gepäck hatte Ani Jangsem reichlich Post von den Patenkindern in Nepal, die ihre Schwägerin Sonam (unsere „Dakini“ in Kathmandu) für uns entgegen genommen hatte.

Am Nachmittag traf ich die Nichte von Khandrola, einer außergewöhnlichen Dharmalehrerin, die im Kloster des Dalai Lama lebt. – Leider war Khandrola gerade in Frankreich, um dort Belehrungen zu geben. – Ihr vierzehnjähriger Neffe Tenzin Tseten wurde von seiner Schwester mitgebracht. Er ist erst 4 Monate in Indien und hat wie die meisten Tibeter, die ihre Heimat aus religiösen und politischen Gründen verlassen, eine abenteuerliche Flucht hinter sich. Er ist im selben Haus wie seine Schwester im TCV (Tibetan Children Village) in Chauntra (eine Stunde Autofahrt von Dharamsala entfernt) untergebracht. Es wäre schön, wenn sich ein Pate für ihn fände, damit Khandrola diverse Extras wie Kleidung und spezielles Unterrichtsmaterial für ihn besorgen kann.

Die nächsten drei Tage verbrachten wir überwiegend im Namgyal Kloster (dem Kloster des Dalai Lamas), um mit etwa 5000 Menschen den Belehrungen des Dalai Lamas über liebende Güte und Geistesschulung zu lauschen. Die Zuhörer kamen aus der ganzen Welt und nicht alle waren Buddhisten. Der Dalai Lama nahm speziell auch auf diese Gruppe Bezug und ermutigte zur Entwicklung einer universellen, religionsübergreifenden Ethik und betonte seinen Standpunkt, es sei grundsätzlich besser, der eigenen spirituellen Tradition zu folgen (also nicht zu konvertieren). Das Ausschlaggebende seien ein gutes Herz und Wohlwollen sowie Verantwortungsbewusstsein gegenüber allen Wesen und gegenüber der Umwelt.

Zwischendurch trafen wir uns mit Tenzin Yangzom und ihrer Großfamilie aus Amdo. Tenzin und ihre Schwester Sonam litten die letzten drei Monate wieder stark unter Schwäche und Gelenkschmerzen. Der Monsun mit massiven Regengüssen und Kälte bekommt den beiden so gar nicht und ihre Unterkünfte bieten keinen ausreichenden Schutz. Die Mauern sind mit Feuchtigkeit gesättigt und Schimmelgeruch liegt in der Luft. Die Fenster sind zu klein, um für ausreichende Durchlüftung zu sorgen. Tenzins Mann Dorjee verlor seinen Arbeitsplatz, weil das Lokal geschlossen wurde, in dem er in der Küche half. Nun ist er wieder auf der Suche nach einer neuen Stelle. Der Kunstmaler-Bruder Wangchuk war aus Kathmandu angereist, um sich Papiere für den Aufenthalt in Nepal zu beschaffen. Er konnte Beate und Homaira ein wenig in die „Szene“ einführen. Das kam gut an.

Nach den Belehrungen wurde der kleine Neffe von Nyima Gyalpo (aus Pune) von seinen Pflegeeltern in unser Hotel gebracht. Seine Mutter, die Schwester von Nyima Gyalpo, war vor 5 Monaten plötzlich verstorben und hinterließ 5 kleine Kinder. Wir suchen einen Paten für dieses Baby, damit es ausreichend versorgt werden kann.

Der 3.September, der Tag der Demokratie, stand im Zeichen einer lautgewaltigen Feier im Namgyal-Kloster mit zahlreichen indischen Ehrengästen. Die traditionellen Tänze und Gesänge zum Auftakt der Veranstaltung beeindruckten mich sehr. Begeisterung, Lebensfreude und ein angemessener Stolz waren spürbar. Leider konnte ich danach weder die tibetischen noch die indischen Ansprachen verstehen und ich war froh, als ich mit Ani Jangsem nach Suja, einer Zweigstelle des TCV aufbrechen konnte. Nach guten zwei Stunden Fahrt bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir unser Ziel. Wir wollten die 16- jährige Norbu besuchen, die vor wenigen Wochen mit ihrer Freundin aus Tingri (Ani Jangsems Heimat in Tibet) geflohen war, um in Indien ein Leben in Freiheit von dem Druck durch das chinesische Regime aufzubauen. Ani Jangsem brachte etwas Taschengeld und kleine Geschenke zum Essen und zum Anziehen mit und die Mädchen strahlten übers ganze Gesicht. Auf der Rückfahrt wurden wir von einem heftigen Monsunregenschauer heimgesucht und wieder einmal musste unser Fahrer sein Geschick unter Beweis stellen, mit Gelassenheit auf rutschigem Lehmboden mit Abbrüchen zwischendurch an steilen Abhängen entlang zu schlittern. Wir waren erleichtert, als wir heile wieder im Hotel ankamen.

Noch am selben Abend packten wir unsere Koffer, um am nächsten Tag am frühen Morgen das Auto zu beladen, uns von Dagri Rinpoche zu verabschieden und mit seinem Segen ohne Frühstück aufzubrechen, um abends nicht in den Verkehrsstau in Delhi stecken zu bleiben. Alles ging gut und wir waren vier Stunden vor unserem Abflug am neuen internationalen Airport, wo wir uns gemütlich verköstigen und einkaufen konnten. Es war eine sehr intensive Zeit mit vielen unvergesslichen Eindrücken, die damit zu Ende ging.


Kloster Lelung Sikkim

Bankverbindung für Spenden

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BIC PBNKDEFF

Paten für die Studenten der Astrologie gesucht

Please find the detail informations how to support a Retired staff member of Men-Tsee-Khang.

How to support a Retired staff of Men-Tsee-Khang

Tibetan Medical & Astrological Institute of H.H. the Dalai Lama, better known as Men-Tsee-Khang was established in Dharamsala, India in 1961 to practice, preserve and promote Tibet's age-old tradition of holistic medicine and astrology. Since its establishment, staff of Men-Tsee-Khang has been working tirelessly to provide for the ever increasing demand of traditional Tibetan medicine to thousands of people all over the world.

We offer free and concessional health care to great numbers of poor, senior citizens above 70 years, monks, nuns, students, recent arrival from Tibet and needy people.

At the express wish of His Holiness the Dalai Lama, the cost of herbs to the patients is deliberately kept low, even though the cost of producing Tibetan medicine is quite high that means Men-Tsee-Khang was able to pay only the basic minimum.

Pension of the retired staff of Men-Tsee-Khang is especially for the General Staff. Since the Pension amount is minimal, we started a sponsorship programme for the General Staff so that they will receive a supplemental income.

We hereby appeal to our friends and supporters to help us by sponsoring a retired staff by contributing US $ 20/- per month.

All the sponsorship records are maintained by this office. On receiving the money, we will send the same to the sponsored retired staff. In this way, the sponsor can have direct contact with the individual.

Mode of Payment: You may send your sponsorship support money, half yearly or yearly, as per your convenience. Please send the money in favour of Men-Tsee-Khang. Our bank details are:

Account holder: Men-Tsee-Khang (TMAI)

Banker: Sate Bank of India

Dharamsala 176215

India

Account No. 10551097545

Bank code No. 0634

Swift code: SBININBB277

Or you can send a cheque in favour of Men-Tsee-Khang to:

Mrs. Dolma Tsering

Sponsorship Secretary

Men-Tsee-Khang

Gangchen Kyishong

Dharamsala 176 215

India



Email: scholarship@men-tsee-khang.org